Leider. Gestern war ich noch fit, Seit heute nachts um 4 Uhr geht es mir körperlich richtig schlecht. Ich bin zwar dabei, Routinen zu schaffen. Aber es dauert....

Farbleitsystem

in meiner Tagesablage habe ich die verschiedenen Unterlagen, die abgearbeitet werden sollen / müssen. Um die Projekte besser zu unterscheiden, habe ich gestern für die Masterlisten buntes Papier besorgt:

  • dunkelgrün: Haushaltsorganisation, Haushalt
  • hellgrün: Feste, Feiertage, Geschenke, Urlaub
  • dunkelblau: Kunden-Projekte
  • hellblau: Finanzen
  • rot: Wichtiges !!!
  • orange: eigene Projekte (Online, Bücher u.ä.)
  • gelb: Seminare, Workshops
  • zartgelb: Sport
  • weiß: "alles andere"

Masterlisten, um "immer dran zu sein"

Im Endeffekt stelle ich gerade alles wieder auf Projekt-Modus um. D.h., dass alle Dinge, die ich tun will / muss und die ich nicht sofort umsetze und die mehr als zwei Handlungsschritte haben, ein (Mini-)Projekt werden.

Dazu kommen Listen für Daueraufgaben, die dann immer weiter durch mein Mappensystem laufen.

Noch bin ich in der Aufbauphase, aber ich spüre schon jetzt eine deutliche Entlastung.

Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass ich allmählich wieder eine Zukunftsperspektive entwickele. Vielleicht sogar eine tragfähige Vision.

Ich bin immer wieder überrascht, wie Menschen reagieren, wenn man offen über Depressionen spricht.

  • Manche ducken sich weg, als ob Depressionen eine ansteckende Seuche wären (nein - Depression ist kein Ebola),
  • andere beginnen mit Erfahrungen und Fragen zu sprudeln.

Nur gelangweilt Reagieren, das habe ich bisher nicht erlebt.

Vielleicht besteht ja doch noch eine Hoffnung, dass das Thema Depression ent-tabuisiert wird?

Wie wichtig eine Routine ist, habe ich heute Nacht gemerkt. Mir stehen in den kommenden Tagen einige wichtige Entscheidungen bevor. Durch meine "Konzentrationsübungen" bin ich insgesamt ruhiger geworden. Ich schlafe auch deutlich besser. Und meine Träume haben sich verändert. Statt dieser schrecklichen Paniknächte sind meine Träume eher wie früher:

Ich kann mich bewuusst daran erinnern, was ich geträumt habe und "diskutiere" in meinem Gehirn nachts die verschiedenen Lösungsoptionen zu Fragen / Problemen mit mir selbst. Und das alles fürchterlich unaufgeregt, so dass ich am Morgen im Kopf ganz klar bin.

Das Gehirn reagiert sofort auf eine Routine - im Guten wie im Ungünstigen

Heute Nacht habe ich gemerkt, dass meine Träume anders wurden, wieder etwas in Richtung Panik gingen. Im Prinzip war mir dann (im Schlaf) sofort klar, dass es daran lag, dass ich die letzten drei Tage meine Übungen habe schleifen lassen: Am Freitag habe ich sie nur verkürzt gemacht, am Samstag war ich den ganzen Tag "auf der Autobahn" und am Sonntag, also gestern, habe ich gearbeitet.

Routine muss wirklich Routine sein - und bleiben!

Das ist genau der Punkt: Sobald etwas zu funktionieren anfängt, tendieren die meisten Menschen dazu, die Ursache ihres Erfolges schleifen zu lassen. Sei es bei der Ernährungsumstellung, sei es beim Erlernen einer Fremdsprache, beim täglichen Sport ....

Erst lässt man es einen Tag, fängt wieder an, dann lässt man es wieder schleifen - weil ja beim letzten Mal nichts passiert ist, ist es ja okay - fängt wieder an usw. usf.

Und lässt dann unmerklich alles fallen. Der Jojo-Effekt lässt grüßen.

Und was lernt das Gehirn? Um es hart zu formulieren: Wir trainieren ihm dann die Routine des "Versagens" an.